Aufbau eines Ökosystems für Offene 5G-Campusnetze mit offenen Funktechnologien und interoperablen Komponenten

Zum Jahresbeginn startete das Leitprojekt CampusOS, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in den nächsten drei Jahren mit 18,1 Mio. Euro gefördert wird. Die Fraunhofer-Institute HHI und FOKUS koordinieren das Projekt.

 

Laufzeit

36 Monate

 

Fördervolumen

18.1 Mio €

Gesamtvolumen

30.1 Mio €

Projektpartner

22

 

 

Personenjahre

~180 Jahre

Projektziel

Das Ziel von CampusOS ist der Aufbau eines modularen Ökosystems für offene 5G-Campusnetze auf Basis offener Funktechnologien und interoperabler Netzkomponenten. Hierdurch sollen Herstellerunabhängigkeit und mehr Wettbewerb sowie Innovation ermöglicht werden, um die digitale Souveränität der Unternehmen in Deutschland zu stärken. 22 Partner aus Industrie und Forschung prüfen dafür unterschiedliche Betreibermodelle, erarbeiten Referenzarchitekturen, evaluieren Interoperabilität und Leistungsfähigkeit der integrierten Lösungen in Referenztestfeldern. Darüber hinaus erproben sie ausgewählte Szenarien prototypisch im industriellen Umfeld.

Ökosystem

Deutschland ist weltweit Pionier beim Betreiben von 5G-Campusnetzen, also lokaler und kundenspezifisch angepasster 5G-Mobilfunknetze. Dieser Vorsprung wurde unter anderem durch eigene Campusnetz-Frequenzen der Bundesnetzagentur erreicht. Die Partner des Projekts CampusOS wollen diesen Vorsprung jetzt weiter ausbauen, indem sie ein digitales Ökosystem schaffen, das offene Funktechnologien und interoperable Netzkomponenten gewährleistet. Das Ökosystem soll in Form eines Technologie-Baukastens realisiert werden, der um einen Komponenten-Katalog und Vorschläge für unterschiedliche Betreibermodelle erweitert wird.

Um das neue Ökosystem zu testen, baut das Leitprojekt CampusOS an ihren Standorten in Berlin Referenztestfelder auf. Ziel dieser Testfelder ist es, einzelne Elemente und verschiedene Kombinationen des Technologie-Baukastens auf Leistungsfähigkeit und Interoperabilität zu prüfen, bevor diese anwendungsspezifisch in Industrie-Szenarien erprobt werden. Dank der Netzvirtualisierung ergänzt um Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen können so dynamisch und bedarfsgerecht Endgeräte sowie Funktionalitäten des Funkzugangsnetzes (RAN) und Kernnetzes (CORE) zu einem modularen und sicheren 5G-Campusnetz kombiniert werden.